Kurz dazu, was jedes Werkzeug tut und wozu es gut ist. Alles läuft im Browser: nichts zu installieren, und beim Neuladen geht nichts verloren — die Seite merkt sich, was du eingegeben hast.
Tabulatur für Mundharmonika sind Kanalnummern. Eine Zahl allein heißt
blasen, ein Minus davor ziehen: 4 ist blasen in Kanal
vier, -4 ziehen im selben Kanal. Apostrophe stehen für
Bendings, ein Sternchen für Overblows, die Null für eine Pause.
Ein Akkord — mehrere Kanäle in einem Atem — steht hintereinander:
345 geblasen, -123 gezogen, Bendings
hinter den Zahlen: -23'. Eine Oktave — zwei Kanäle mit
Abstand — bekommt einen Unterstrich: -1_4. In Klammern
steht dasselbe und wird ebenso gelesen: (1 2 3),
-(1 4) — und nötig sind sie, wo eine Zahl zweistellig
ist: auf der Chromatischen ist 12 der zwölfte Kanal,
der erste mit dem zweiten dagegen 1_2.
Ein Leerzeichen trennt die Töne — steht aber an jedem ein
Atemzeichen, sieht man die Grenzen auch so: 1-2-3+4
sind vier Töne nacheinander. Ohne Zeichen bleibt die Reihe ein
Akkord: -23 wird zusammen genommen, -2-3
nacheinander.
Geschrieben wird unterschiedlich — +4, 4B,
(4). Die Seite liest all das und zeigt und kopiert Tabs
in der Schreibweise, die du unter dem Editor auswählst; dort stehen
auch alle Zeichen, die sie versteht.
Du tippst Tabs ins Feld: die Seite prüft die Eingabe sofort, zeigt die
Melodie als Kreise und hebt jeden Ton auf der Harp hervor. Was sie
nicht lesen kann, bekommt eine rote Wellenlinie; Töne, die es auf der
gewählten Harp nicht gibt, stehen als ! — spielbar werden sie erst
mit einer anderen Harp oder mit Transponieren.
Über dem Feld steht die Tab-Sprache — Tonart und Stimmung, für die die Tabs geschrieben sind. Das ist nicht dasselbe wie die Harp darunter: die Sprache sagt, wie die Zahlen zu lesen sind, die Harp ist die in deiner Hand. Fremde Tabs für eine andere Harp gefunden? Stell sie als Sprache ein, wähle deine im Block „Mundharmonika“ und drücke „In meine Tab-Sprache umschreiben“ — der Text wird neu geschrieben und klingt weiterhin gleich.
Eine Zahl allein ist ein Achtel — in Achteln wird Blues gespielt.
Jedes weitere Leerzeichen hängt eines an: -4 ist eine
Viertel, -4 eine punktierte Viertel. Der Punkt macht
anderthalb, wie in Noten — -4. —, und ein Zeichen
schreibt, was kürzer als ein Achtel ist: -4/16. Effekte
hängen am Ton: ~ ist Vibrato, w ist Wah,
Schrägstrich und Backslash sind Anbindungen ans Bending. Eine Zeile
nach der Raute wird nicht gespielt — dort stehen Liedtext oder eine
Überschrift. Die Symbole in der Ecke des Feldes kopieren den Text
oder speichern ihn als PDF.
Liegt die Melodie in Noten statt in Tabs vor, fang hier an. Tonart wählen, Töne am Klavier oder im Notensystem anklicken — sie landen als Tabs für die gewählte Harp im Feld. Setzt du den Cursor mitten in den Text, kommt der nächste Ton dorthin und nicht ans Ende.
Die Tonart geht hier um die Vorzeichen: sie entscheidet, ob neue Töne mit Kreuzen oder Bes geschrieben werden, und lässt das schon Eingegebene in Ruhe. Die Melodie darunter zeigt, wie das Ganze auf der Harp in deiner Hand liegt.
Die Leiste unten spielt, was im Editor steht — Ton für Ton, und hebt den aktuellen sowohl in der Melodie als auch auf der Harp hervor.
Tempo in Schlägen pro Minute, von 20 bis 400: langsam übt es sich besser, schneller wird es später. Einzähler ist die Zahl der Schläge vor dem Start, damit du die Harp an den Mund bekommst — er lässt sich auch abschalten.
Transponieren verschiebt die ganze Melodie — um einen Halbton,
einen Ton oder eine Oktave, mit Plus nach oben und mit Minus nach
unten. Der eingegebene Text bleibt, wie er ist: die Verschiebung
steht für sich und zeigt sich in der Melodie unter dem Editor. So
findet man die Harp, auf der ein Stück ohne die Töne auskommt, die es
dort nicht gibt — die mit !.
Fertige Melodien in Tabulatur: in der Liste aussuchen, öffnen und anhören. Oben die Harp, darunter die Melodie, dann der Player. Gesucht wird nach Titel, und die Schaltfläche ohne Bendings lässt nur das übrig, was am ersten Tag gelingt.
Liedtext steht, wenn es ihn gibt, direkt in den Tabs — Zeilen mit Raute: Sie erscheinen in der Melodie und im PDF, gespielt werden sie nicht. Gibt es ein Video, steht der Link unter dem Player.
Tonart und Tongeschlecht wählen — die Seite baut die Tonleiter Oktave für Oktave und zeigt sie als Tabs für deine Harp. Die Position ergibt sich von selbst: zweite Position auf einer C-Harp ist G, und umgekehrt. Der Umfang schaltet die ganze Tonleiter auf die Pentatonik um — die, auf der der Blues ruht.
Die Häkchen links schalten Oktaven an und aus: die ganze Tonleiter am
Stück gelingt selten am ersten Tag, mit einer Oktave fängt man besser
an. Darunter wird die Tonleiter zur Übung — Folgen wie 1 2 3 — 2 3 4, aufwärts, abwärts oder hin und zurück, mit Metronom.
Ein Rhythmus ist ein Atemmuster: ein, aus und Pausen auf den Schlag, als Akkord auf den ersten drei Kanälen. Damit fängt man an — die Finger spielen hier keine Rolle, und den Puls hält man genau so.
Oben auf der Seite liegt die Schlagspur. Pfeil nach oben heißt ausatmen, nach unten einatmen, der Punkt ist eine Pause; je länger der Schlag, desto breiter der Pfeil, und der Strich zeigt das Taktende. Darüber die Zählzeiten: betonte sind umrandet, und beim Abspielen läuft die Markierung mit — man sieht, wohin jeder Schlag fällt.
Ein Lick ist eine kurze Phrase — der Stoff, aus dem ein Blues-Solo besteht. Sortiert sind sie nach Technik: ohne Bendings, mit Bendings, mit Overblows — in dieser Reihenfolge lernt man sie auch.
Auf der Lick-Seite steht oben die Harp, darunter der Lick als Melodie, dann der Player. Tempo herunter, Schleife an — und spielen, bis es in den Fingern sitzt; danach schneller.
Alle Licks sind für eine C-Harp, Richter geschrieben. Nimm eine
andere Tonart, und die Kanalnummern bleiben gleich — so soll es
sein: ein Lick ist ein Griff, keine Notenfolge. Auf einer A-Harp
ergeben dieselben -4' -4 -5 denselben Blues, nur in
ihrer Tonart — deshalb sagt man «in der zweiten Position», ohne
Töne zu nennen. Eine andere Stimmung ändert die Nummern
dagegen sehr wohl: auf der Chromatischen gibt es kein Bending, und
derselbe Ton kommt mit dem Schieber — 4s.
Der Kreis verbindet drei Dinge: die Tonart der Harp, die Position und die Tonart des Stücks. Wähle eines, der Rest ergibt sich — und unter dem Kreis steht in Worten, was herauskam: wie viele Vorzeichen, welche Töne das sind und welche Paralleltonart dazugehört.
Hier sieht man am deutlichsten, warum Blues auf einer C-Harp in der zweiten Position gespielt wird: das ist G, eine Quinte über C, der nächste Sektor auf dem Kreis.
Das Metronom ist zum Ansehen gedacht, nicht nur zum Hören: das Pendel schwingt wirklich, im Takt der Klicks. Mit ausgeschaltetem Ton lässt sich nach dem Auge üben — praktisch, wenn die Harp im Mund steckt und lautes Zählen ausfällt.
Tempo von 30 bis 300, bis zu zwölf Schläge pro Takt, Unterteilung. Jeder Schlag kann seinen eigenen Klang bekommen — betont, unbetont oder stumm —, die Tonhöhe der Klicks stellst du in Hertz ein. Das Gewicht wandert über eine echte Temposkala wie beim mechanischen Gerät und lässt sich ziehen: Gewicht verschoben, Tempo geändert.
Ein Stimmgerät online, aber kein allgemeines: es ist für die Mundharmonika. Ein gewöhnliches sagt «D, zwölf Cent zu hoch» — und du überlegst, welcher Kanal das war. Hier steht über der Skala der Plan deiner Harp, und der klingende Kanal ist umrandet. Den Ton siehst du als Buchstaben, den Kanal als Tab.
Statt eines Zeigers ein Stroboskop: die Streifen wandern nach rechts, wenn du zu hoch bist, nach links, wenn zu tief, und stehen still, wenn es sitzt. Ein Zeiger würde an der Harp bei jedem Oberton und bei jedem Atemdruck zittern; ein stehendes Bild dagegen sieht man auch aus dem Augenwinkel — das Auge fängt Bewegung, nicht Stellung.
Die Referenz wählst du getrennt: Mundharmonikas werden auf 440 und auf 442 Hertz gestimmt, und ohne diese Einstellung stritte das Stimmgerät mit dem Hersteller.
Der Klang wird direkt im Browser ausgewertet: keine Aufnahme, nichts geht an einen Server. Das Mikrofon startet auf Knopfdruck und endet mit der Seite.
Damit wird es zugleich ein Bending-Trainer. Das Bending ist die einzige
Stelle an der Harp, wo die Tonhöhe an dir hängt und nicht an der Zunge:
einen Viertelton zu kurz, und der Ton steht daneben — nach Gehör merkt
man das nicht, solange der Vergleich fehlt. Spiel -3'' und
sieh auf die Streifen: stehen sie, sitzt es. Overbends und der Knopf
der chromatischen Harp lassen sich genauso prüfen.
Design und Sprache stehen hinter dem Zahnrad in der Kopfzeile — je drei, und die Wahl wird gemerkt. Melodie, Harp und Einstellungen überstehen das Neuladen: Tab schließen, wiederkommen, alles ist da.
Gerechnet und gezeichnet wird das alles im Browser selbst, deshalb muss JavaScript eingeschaltet sein. Ohne es öffnen die Seiten zwar und der Text bleibt lesbar, aber es gibt weder Klang noch Harp-Bild noch Tab-Prüfung — es rechnet dann niemand.